Archiv für die Kategorie 'Allgemein'

 

Feuertaufe auf der Nordschleife

Montag, 26. Oktober 2009 um 17:33 Uhr » Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Geschrieben von Jochen Knecht

opc1Das „24-Stunden-Rennen“ auf dem Nürburgring im Mai 2010 rückt immer näher. Und für die zehn besten OPC Race Camp-Teilnehmer – eine Frau und neun Männer – stehen nach diversen Qualifikationsstufen, Ausbildungs- und Trainingseinheiten im Oktober erste Bewährungsproben in der Rennrealität auf dem Plan. Bei drei Einsätzen in der BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft (VLN) kann das frisch gebackene Team das bisher Gelernte auf der Nordschleife unter Wettkampfbedingungen umsetzen und sich dadurch für einen Stammplatz in einem Renn-Astra empfehlen. » weiterlesen

 
 

Fahrbericht Opel Insignia OPC

Freitag, 9. Oktober 2009 um 17:54 Uhr » Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Geschrieben von Jochen Knecht

insignia1Ein Becher Kaffee, ein Glas Saft, zwei Brötchen. Mein Frühstück macht sich bemerkbar. Stunden nachdem ich es gegessen und eigentlich vergessen hatte, rumort die Mahlzeit in meinem Magen. An der roten Marmelade liegt es nicht. Eher an der grünen Hölle. Als Brötchen-Beschleuniger dient gerade der stärkste Serien-Opel aller Zeiten: der Insignia OPC. Er hat 325 PS, Turbo, Allradantrieb – und die Power, mit meinem Bauch Karussell zu fahren. Und da sind sie, die rüttelnden Betonplatten der Steilkurve, ratt-tatt-tatt – und wieder raus. „Letzte Abstimmungsfahrten“ nennt Opel die Achterbahnrunden auf der Nürburgring-Nordschleife. Am Steuer sitzt Opel-Pressechef Frank Klaas, Ex-Langstreckenpilot und Ringkenner. Ein Mann, der geschliffen-diplomatische Formulierungen beherrscht – aber danach steht mir gerade nicht der Sinn. » weiterlesen

 
 

OPC Race Camp 2009: Das Team steht!

Mittwoch, 26. August 2009 um 19:42 Uhr » Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Geschrieben von Jochen Knecht

finalisten.jpgDie Mannschaft der zweiten Staffel des weltweit einzigartigen Rennfahrercastings OPC Race Camp ist jetzt komplett, doch die größten Herausforderungen stehen den zehn Kandidaten erst noch bevor: Die Vorbereitung auf eines der härtesten Rennen der Welt – die 24 Stunden auf dem Nürburgring. Nachdem sich auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings sechs Kandidaten direkt und vier weitere nach einem Boot Camp-„Recall“ im österreichischen Saalfelden qualifiziert haben, dürfen sie sich schon jetzt als Sieger fühlen. Immerhin sind sie die besten von über 22.000 Bewerbern respektive 750 Kandidaten, die bei Race Camp-Chef Manuel Reuter und Opel-Markenbotschafter Jockel Winkelhock „vorfahren“ durften. Alle zehn Finalisten haben inzwischen im Driving Center Baden ihren A-Lizenz-Rennfahrerlehrgang erfolgreich absolviert.

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„Boot Camp“: Die Fitness entscheidet

Montag, 10. August 2009 um 19:28 Uhr » Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Geschrieben von Jochen Knecht

bootcamp.jpgJetzt trennt sich im Rennfahrercasting OPC Race Camp die Spreu vom Weizen: Am Ende des Boot Camps (3.-5.8. in Saalfelden/Österreich) werden von den acht Rennfahreraspiranten nur noch vier übrig bleiben, die dann das Opel-Team für das 24-Stunden-Rennen 2010 auf dem Nürburgring komplettieren. Unter der Leitung von OPC Race Camp-Chef Manuel Reuter und Opel-Markenbotschafter Jockel Winkelhock müssen die acht Kandidaten ein anspruchsvolles und spannendes Trainingsprogramm absolvieren. „Wir werden testen, wie die Teilnehmer auf extreme körperliche Belastung und Schlafmangel reagieren, also die Situation eines 24-Stunden-Rennens simulieren“, erläutert Reuter. » weiterlesen

 
 

Showdown am Nürburgring

Montag, 3. August 2009 um 18:49 Uhr » Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Geschrieben von Jochen Knecht

16-07_08_urner.jpgDie Spuren des letzten Wochenendes sind noch zu sehen. Abgeklebte Boxenbereiche, breite Gummistriche auf dem Asphalt. Und auch die Namen berühmter Rennteams hängen hoch über den breiten Boxentoren. Die Formel 1 war am Nürburgring. Doch das scheint die 21 Teilnehmer der vierten OPC-Race-Camp-Stufe genauso wenig zu interessieren wie die rasselnden Testläufe der schnellsten Achterbahn der Welt auf der anderen Seite der Start-Ziel-Geraden. Nachdem sich die Gewinner der zweiten Race-Camp-Stufe in der Woche zuvor einem intensiven Fitness-Check unterzogen haben und ein Teilnehmer aufgrund mangelnder Kondition seine Koffer packen musste, zählt jetzt drei Tage lang nichts anderes als die eigene Performance auf der Rennstrecke.

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Und es wurden immer weniger!

Freitag, 17. Juli 2009 um 17:36 Uhr » Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Geschrieben von Christian E.

Als ich am Nürburgring ankomme, spaziere ich erst einmal durch das gesamte Fahrerlager. Überall wird noch gearbeitet und die Reste des Formel 1-Wochenendes sind unübersehbar, aber auch "unüberriechbar". Und ich meine nicht den Gestank von verbrannter Kupplung und heißem Gummi.
Während ich noch in meiner letzten Trance vom Schlaf bin, sind die letzten 21 schon ihre Runden am drehen. Oh Entschuldigung, es sind nur noch 15 Fahrer im Rennen, denn gestern konnten sechs Leute ihre bisherigen Leistungen nicht bestätigen.
Zuerst sind die Teilnehmer in den RCN-Astras unterwegs. Hier spricht man inzwischen von diesen Rennwagen, als ob sie Fahrzeuge für Anfänger wären. Kein Wunder, denn ab jetzt wird in dem Rennwagen gefahren, mit dem die zwei Teams in der ersten Staffel des Race Camp bereits angetreten waren.
In diesem Moment kündigt sich dieser auch durch einen unverkennbaren Sound an. Beim Anbremsen und Herunterschalten hört man ein Schnauben des Turboladers, das einen fast glauben lässt, der Astra habe Schnupfen. Aber – und das kann ich versichern – hat er nicht.
Inzwischen drehen die Jungs und das verbliebene Mädel, Charlotte Wilking, weiter ihre Einzelrunden im Rennastra. Ich wundere mich schon, dass alles so reibungslos abläuft und noch kein Unfall passiert ist; gerade in diesem Moment wird der Rennwagen langsamer und hinterlässt eine riesige Rauchschwade. Ahnungslosigkeit und Ungewissheit macht sich breit. War es etwa nur ein Reifenplatzer, oder doch der Motor? Es stellt sich heraus, dass der Grund hierfür in einer beschädigten Felge lag, die in der Folge die Antriebswelle des Astras in Stücke zerriss.
Nach zweistündigen Reparaturarbeiten können die Übrigen wieder antreten und ihr Talent unter Beweis stellen. Gleichzeitig jagen die RCN-Astras wieder über die Strecke; die Fahrer sollen versuchen, konstant schnelle Runden zu fahren: sie simulieren eine Gleichmäßigkeitsprüfung.
Am Ende des Tages kann jeder sich etwas ausruhen und den Touristenfahrten auf der Grand-Prix-Strecke zuschauen. Es kommt mir vor, als ob ich unter langjährigen Freunden sitze. Doch Freundschaft kennt Höhen und Tiefen. Am Ende des Tages verkündet Manuel Reuter, dass sich Philipp Rotsolk aus dem Camp verabschieden muss. Seine Leistung war nicht beständig genug.
Aber es muss weitergehen und die Motivation ist trotz dieses Schocks für alle unglaublich hoch. Das merkt man sowohl an der Einstellung der Teilnehmer, als auch an den Aussagen der Instruktoren. Sieben Kandidaten hat es auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings bereits erwischt und morgen geht es richtig zur Sache. Für einige wird es heute Abend das letzte mal sein, dass sie einschlafen und träumen, mit dem Race Camp beim 24-Stunden-Rennen 2010 dabei zu sein.

 
 

Level 2: Entscheidung am Limit

Donnerstag, 25. Juni 2009 um 18:01 Uhr » Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Geschrieben von Jochen Knecht

start.jpgDie ersten 30 Konkurrenten hatten die Teilnehmer der zweiten OPC-Race-Camp-Runde schon besiegt, bevor sie überhaupt am Opel-Testgelände in Pferdsfeld angekommen waren. Dort sollten eigentlich 100 Kandidaten die zweite Stufe des Rennfahrer-Castings bestreiten. Doch anders, als es das Instruktorenteam rund um Race-Camp-Gründer Manuel Reuter gedacht hatte, qualifizierten sich in der ersten Runde des Race Camps nicht 100, sondern nur 70 Teilnehmer für die nächste Stufe. Mehr konnten den hohen Ansprüchen einfach nicht gerecht werden. Dass eben diese Ansprüche in Stufe zwei des Race Camps nochmals ein Stück höher liegen, bekommen die 35 Kandidaten der heutigen Gruppe seit den frühen Morgenstunden zu spüren.

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Das 24h Rennen 2009 mit Manuel Reuter

Samstag, 23. Mai 2009 um 18:39 Uhr » Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Geschrieben von Christian E.

Dieses Jahr wird der Blitz des OPEL Werksteams nochmal aufgeladen um nächstes Jahr ordentlich einzuschlagen. Dessen bin ich mir sicher ;-)
Wobei manche Protagonisten des OPC Racecamp doch auch dieses Jahr ihr können zeigen werden:
Mit der Startnummer 18 ist Sascha Bert unterwegs, die Nr. 118 ist mit Martin Karlhofer besetzt,
Christian Bollrath pflügt das Auto mit der Nummer 112 durchs Feld und die 103 wird unter anderem
von Alex Plenagl pilotiert! Lauter Racecamper, die es nicht lassen können. Es, das Rennfahren!
Drücken wir ihnen die Daumen dass sie alle erfolgreich das Ziel morgen um 16Uhr erfolgreich erreichen!

Manuel Reuter war bei Edgar Mielke als Co Kommentator im „Sprecher-Container“. Ich hab diesen Container
letztes Jahr besucht und war total überrascht über die Spartanische Ausstattung ;-) Hier die Tonaufzeichnung
von DSF. Die Qualität ist Megagrausam, aber verstehen kann man was . Sorry :(

part1.mp3
part2.mp3
part3.mp3

 
 

„Karla Kolumna“ macht auf Teilnehmer

Dienstag, 28. April 2009 um 08:44 Uhr » Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Geschrieben von Christian E.

An diesem Wochenende bin ich mal um mindestens 5 Jahre gealtert. Da ich schon ein so genannter Ü30 bin wird es langsam aber sicher eng wenn das so weitergeht

Die Anreise am Freitag war bis Spessart recht lustig. Der Escort tat mit <200 brav seinen Dienst. Das hatte der auch sicher noch länger vor, wenn sich die Innereien vom Kat nicht im wahrsten Sinne in die quere gelegt hätten
Kontinuierlich verschlechterte sich die Top Speed und die Geräuschentwicklung durchlief auch eine spektakuläre Entwicklung.
Egal, es ist L1 – Time für meine Freundin! Das Ding muss da hoch!
Ist es auch, mit etwa 60-80km/h, und wir erreichten das Hotel. Die Keglerklause in Babenhausen. Ich bin schon in sehr vielen Hotels gewesen rund um die Welt. Aber das Preis/Leistungsverhältniss ist nirgendwo besser! 58Euro für ein Doppelzimmer inkl. Frühstück (Sekt-Frühstück wohlgemerkt!!) ist eine Okkasion. Wenn ich da an meine Abstellkammer vom 2.4. zurückdenke…. Und das Abendessen war sowieso die Krönung!! Aber egal, ab ins Bett um noch ein wenig Schlaf zu erhaschen!

Am nächsten Tag durfte ich also wirklich nachrücken. Wahnsinn!
Also rein, und ab in den Astra: Slalom fahren! Menno, warum komm ich nicht in den zweiten Gang!?!? Ich kann nicht schalten, hab eine Blockade im Kopf! So jage ich den Astra im Begrenzer um die Hütchen herum!! So ein Mist. Aber ich kriege noch ne Chance für den Spurwechsel um mich dort nochmal lächerlich zu machen…. wie nett……
Hab ich natürlich auch versaut und ich stand Spalier vor den Instruktoren, die sich auch noch gegenseitig in die Haare kriegten wegen mir:

sascha-klaus-chris.mp3

Wie kann MIR SOWAS PASSIEREN!?!?!?
Meine Freundin hat mich ausgelacht und alle anderen Teilnehmer mit dem Finger auf mich gezeigt

Der Wecker klingelt und ich wache Schweissgebadet auf. Menno was war das für ein Albtraum!!!

Um 7Uhr morgens fahren wir die 3km zum Testcenter. Wobei „fahren“ ja ein wenig übertrieben ist. 45km/h waren angesagt. Auf der Landstrasse im Berufsverkehr, naja, könnt euch eh vorstellen: Ein Ösi tuckert mit diesem Höllentempo im Berufsverkehr herum. Leider ist das kein Albtraum nicht mehr :(
Mopedfahrer haben mich stehen gelassen, Fahrradfahrer haben mir den Vogel gezeigt. LKW haben mich überholt….
Sowas deprimierendes hatte ich bis dato nicht erlebt, der Tag geht ja schonmal gut an!

Gut angekommen sind wir trotzdem! Um 7:30 sind die Einlasskontrollen aufgebaut und durchgeführt worden. 4 wollten Nachrücken, die hab ich auch vorgelassen, da ich meine Chance ja schonmal bekommen hab.
Ich war somit Nr.5 und was soll ich sagen: Nummer 5 lebt!
Wieder 6 Leute die ohne abzusagen einfach nicht erschienen sind. Frechheit sowas! Ein Platz bleibt wegen solchen Leuten ungenutzt! Vielleicht wär das ein neuer Schumi geworden!

Ich bekam eine Nummer angeklebt. Es geht also wieder von vorne los. Ich muss Dudenhofen bezwingen, das alles von vorne machen. Kein Freundschaftsbonus. Im Gegenteil: Der Ebner war schonmal da, der kennt das, der muss nochmal besser sein als die anderen.

Im Slalom kam ich locker in den zweiten, somit kein Dejavu-Erlebniss aus dem Traum. Bin ich froh!!
Auch der Spurwechsel ging ganz gut. 3 mal angetreten, nicht gedreht. 2 verschiedene Methoden ausprobiert, davon ging einer ein bisschen schief. Auto kam nicht wie ich wollte.

Dann ab zum Renn-Corsa! Klare Ansage vom Sascha an mich: Das muss eine Top Zeit werden, das erwarte ich von Dir. DANKE Sascha, nur keinen Druck machen ich weis. Ist nur freundlich gemeint. So´n kleiner Motivationsschub…..
Nach der Challenge kam Sascha zu mir und beglückwünschte mich. Ich kanns also doch noch. Ich kann Auto fahren :)

Anschliessend die Verkündung von 6 Teilnehmern, welche es in den Re Drive geschafft haben. Wir machten noch vor Ort einen Termin aus wobei ich gleich den Montag nahm. Da ist das Auto in der Werkstatt und ich im Re Drive.

Das Abenteuer Race Camp geht für mich in die zweite Runde: Nummer 5 lebt……………..

Ich möchte mich noch kurz bei Sascha, Klaus und Christian bedanken, dass sie mit mir dieses „Albtraum-Interview“ das natürlich nicht der Wahrheit entsprach, erarbeitet haben

 
 

Back in bussines…….

Samstag, 4. April 2009 um 16:49 Uhr » Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Geschrieben von Christian E.

……oder: Karla Kolumna´s Bericht zur Lage der Racecamp Nation

Donnerstag, 2.4.2009. Mit meinem, wie Hr. Panchyrz zu sagen pflegt, „untermotorisierten Koffer“ mache ich mich auf den Weg nach Dudenhofen. 550km liegen vor mir. Erster Schock, viele weitere kommen noch, an der Tankstelle. Immer, wirklich immer, wenn ich weiter wegfahre und ich den Kübel volltanke ziehen sie die Preise an. 1 Liter Super für 0,969 Euro. Frechheit!
Ab auf die Autostrada Richtung München. Kaum auf Bayern3 geschaltet droht mir die Tante vom Verkehrsfunk: A9 Richtung Nürnberg: 3km Stau!

Mit diesem rollenden Etwas, Ford Escort Bj95 mit wahnwitzigen 90PS, gehe ich nicht davon aus der Burner auf dem Freeway zu sein. Rechte Spur gehört mir. Mehr wie 130-140km/h, also 80% der Topspeed, will ich sowieso nicht fahren. Auf der A99 in München habe ich einen kleinen Schock! Die Tankuhr muss kaputt sein! Sie hat sich noch nicht bewegt, auch nach mehrmaligem draufklopfen!!
Mein Peugeot bräuchte für diese Strecke, etwa 140km, 25-30L

In Ingolstadt dann aufatmen: Ist nicht kaputt, sie bewegt sich doch *gg*
Was sich aber nicht bewegt ist die Einstellung der Deutschen Autofahrer. Mittelspurbesetzer ende nie! Ich habe definitiv 40-50 Autos rechts überholt. Mit 130-140km/h habe ich schliesslich auf der dritten Spur wirklich nix verloren. Da fährt mir alles in den Kofferraum

Die Verkehrstante ist schon ein wenig netter geworden: 1km Stau. Kann man überleben.

In Dudenhofen angekommen fahre ich gleich mal ins Hotel. Hotelchen! Mein Zimmer, eine Abstellkammer mit 2x4m wo gerade noch ein Bett reinging. Im Keller natürlich! Egal, der Abend ist noch lange: Gemeinsames Abendessen mit 2 Teilnehmern, dem Ronald und einem weiteren und anschliessend ab zum Kegelabend mit den Instruktoren.
Über selbigen will ich nicht ausführlich schreiben, nur soviel: Müssten wir mit Kegeln Geld verdienen, ich wäre pleite….

3.4.2009, 6:10Uhr: Nach 4h Schlaf bimmelt der Wecker und ich begebe mich gemächlich, fast in Zeitlupe, zum Frühstück. Gemeinsam mit Ronald, Andrea und ihrem Freund nehme ich mein gewohntes Frühstück zu mir. Kippe und Kaffee. Naja Kaffee nicht wirklich Das war sowas wie eine Tasse heissem Wasser wo eine einzelne Bohne für etwa drei Sekunden eingetaucht wurde. Nur zur Farbveränderung des Wassers. Der Tag beginnt also schon mal super

7:10Uhr: Am Testcenter eingetroffen. Die übliche Prozedur erfolgte recht schnell: Anmelden. Führerschein und Personalausweis vorlegen. Wenn man keinen Führerschein hat, weil man ihn verloren hat, reichte bei einem Teilnehmer auch die Verlustbestätigung. Wenn man sie nur mit hat!
Im Endefekt fehlten 2 Teilnehmer und wurden durch Nachrücker besetzt.

8:15Uhr: Mit den Shuttles ging es zum Treffpunkt im Testareal. Diese Erinnerungen an früher…. Herzschmerz! Dort angekommen: Richtigen Kaffee geholt! Doppelter Espresso ohne Milch und mit Extra Zucker. Nach der zweiten Tasse war ich, naja wach noch nicht, aber: Ansprechbar

Nach der üblichen Begrüssung vom Manuel, ist schon mehrfach erläutert worden, ging es auch gleich zum Slalomfahren. Natürlich nicht für mich, aber ich hab mich zu den Instruktoren gesellt, ihnen über die Schulter geschaut und mit ihnen wieder mords Spass gehabt. Wir haben recht viel über die Vergangenheit gequatscht, über die Teilnehmer vom RC2 und über die Prüfungen in Dudenhofen. Details kann ich euch natürlich nicht nennen.

Ein paar Kandidaten waren nicht wirklich die Killer im Slalom, wobei ich da nicht dezitiert Selcuk anspreche. Lenkradhaltung und Sitzposition erinnerten bei so manchem eher an eine coole Fahrt mit Freunden in die Diskothek, als daran, hochkonzentriert eine Performance abzuliefern. Klare Ansage von den Instruktoren: Alle Fahrzeuge, ausgenommen die Nummer 1, fahren mit Abblendlicht. Einem Schönheitskönig reichte dieses allerdings nicht, da müssen noch die Nebelscheinwerfer dazu. Die Instruktoren haben es moniert und notiert.

Zu jedem Durchgang wurde eine Notiz gemacht, welche kurz, prägnant und fair war. Bei manchen sah man das Talent, bei anderen, die es eigentlich können müssten, auch nicht. Slalomfahren hört sich ja einfach an: Ich fahr halt zügig abwechselnd links und rechts an den Hütchen vorbei. Kinderspiel. Oder auch nicht. Slalomfahren ist eine Kombination aus: Sitzposition, Blicktechnik, Lenkradhaltung, Lenkradführung und die Arbeit mit dem Gaspedal. Da trennt sich sehr schnell die Sreu vom Weizen. Die Spreu wurde anschliessend sehr bald ausgesiebt.

Zweite Challenge: Ungebremster Spurwechsel mit 85 km/h
Am Beifahrersitz vom Christian Riegler ließ ich mir das zeigen (Tonaufnahme folgt noch ). Einmal machte er es, bewusst, ganz falsch. Mörderdreher. Das zweite mal halb richtig, mehrere Gegenpendler, und zu guter letzt einmal richtig. Wirklich richtig! Mit 96 km/h ein ordentlicher Ausbrecher und akkurat wieder eingefangen.
Diese Challenge ist recht schwierig, viel schwieriger als das Bremsen/Ausweichen das im RC1 durchgeführt wurde.
Auch hier wurde wieder mitgeschrieben. Ab hier wurde auch mal geschaut: Was hat derjenige für eine Vorgeschichte: Motorsport ja/nein, wenn ja was hat er gemacht. Anhand dieser Infos, und dem was beim Slalom gezeigt wurde, konnten die Instruktoren das Potential erahnen.
Nach dem Spurwechsel: Aussieben. Diesesmal musste sich ein Kandidat vor die Jury stellen um sich eine Kopfwäsche abzuholen. Eine Berechtigte.
Wenn man in der Bewerbung angibt einiges an Motorsporterfahrung gesammelt zu haben, dies jedoch ausschliesslich im öffentlichen Verkehr, dann konnte es Manuel und sein Team nicht so belassen. Es folgten Weisheiten die jedem Menschen klar sein sollten: Motorsport findet auf einem abgesperrten Areal statt. Sonst nirgends. Zitat vom Team: „Für Dich ist Motorsport mit rauchenden Reifen und viel BumBum aus der Musikanlage von Ampel zu Ampel jagen. In der Stadt. Sowas ist KEIN Motorsport sondern Verantwortungslosigkeit. Wenn wir Rennfahrer uns im Strassenverkehr so aufführen würden, wäre der Ruf des Berufs schnell ruiniert. Sowas können und wollen wir uns nicht erlauben. Wir können sehr gut die Grenze ziehen, wo es heisst angepasst zu Fahren und wo wir uns austoben können. Und das kann nur auf einer Rennstrecke mit Sicherheitspersonal und lauter Teilnehmern erfolgen, die wissen worauf sie sich einlassen an diesem Tag.“
Ich kann das nur bestätigen. Ich bin ja mit Manuel zur Nordschleife gefahren. Das er nicht mit 90 hinter den LKW´s nachtuckert ist klar. Niemals jedoch hatte er den Sicherheitsabstand unterschritten. Nicht einmal kam die Lichthupe im Vectra OPC zum Einsatz. Im Gegenteil, er fuhr zügig im Verkeht mit, überholte, wurde überholt und war höchst aufmerksam. Sobald ein anderer Fahrer eine gefährliche Situation heraufbeschwor (Fahrstreifenwechsel welche fast zur Kollision mit einem anderen führte), wurde defensiv beobachtet, analysiert und jede Gefährdung ausgeschlossen. Das Manuel ein erstklassiger Fahrer ist hat er in vielen Rennen bewiesen. Er weis es, ich weis es, aber alle anderen auf der Autobahn nicht. Weil die nicht wissen wer am Steuer sitzt.
Sorry für den Abschweifer.

Der Corsa kam angebrettert, pilotiert vom Mario, dem Wunderkind von Kissling-Motorsport. Sascha Bert fuhr eine Richtzeit welche sich gewaschen hat. Die Teilnehmer konnten das natürlich nicht sehen, da sie im Zelt abgeschottet wurden um sich auf deren Challenge vorzubereiten.
Diese Anspannung im Zelt, wo jeder darauf wartete an der Reihe zu sein, ich hab das auch durchgemacht. Adrenalin pur, bevor man im Auto sitzt! Ich konnte so gut mitfühlen mit ihnen

Sascha fährt eine Richtzeit mit dem Corsa.
Wahnsinn was er aus dem Rennfloh rausholte. Eine wahnwitzige Zeit (Sorry, bin zur Verschwiegenheit verpflichtet) und Bremspunkte wo es einem normal das Hirn raushauen müsste.

Die Teilnehmer hatten natürlich keine Chance da ranzukommen. Der beste war immer noch etwa 10% langsamer, was aber trotz allem sauschnell war.

Die Verabschiedung war für mich nur für 3 Wochen, da ich am 25.4. mit meiner Freundin hochfahre. Vielleicht bekomme ich ja auch die Chance, vor Ort nachrücken zu können. Ich freue mich jedenfalls wieder auf die Jungs!

Mein Fazit für diese 1,5 Tage:

1.: Habe das Vertrauen in die moderne Ingeneurstechnik verloren: Der Escort brauchte 5,9l auf 100km obwohl ich ab Ingolstadt mit 150-160 unterwegs war. Warum können das moderne Autos nicht, oder sogar nicht besser??

2.: Rechtsfahrgebot ist noch immer gänzlich unbekannt

3.: Das Racecamp 2 ist um einiges härter!!

4.: Meine Fahrt mit dem Corsa beim RC1 war grottenschlecht, wenn ich dem Sascha zuschaue!

5.: Die Verkehrsfunk-Tante ist eine böse Frau die mir etwa 15km Stau bei der Heimfahrt angedroht hat. Dieses mal hat sie die Drohung wahr gemacht. Verwandte kann man sich nicht aussuchen, Rennfahrer schon……………………………..