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Interview mit Dr. Peter Pangert

Mittwoch, 13. Februar 2008 um 22:32 Uhr » Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Geschrieben von Christian E.

Hallo Peter!

Das Racecamp-Jahr 2007 ist ja jetzt vorbei. 3 Rennen seid ihr schon gefahren und habt sogar schon
Pokale „abgestaubt“. Gratulation dafür meinerseits!
Wie ist für Dich persönlich das Jahr 2007 verlaufen?

Das Jahr 2007 war für mich ein sehr bewegtes. Anfang des Jahres bekam ich von einem Freund den Tipp, mal bei Opel auf die Internetseite zu schauen – da gäbe es ein Rennfahrercasting für das 24h-Rennen auf der Nürburgring Rordschleife. Nach der Anmeldung dann bange Wochen, bis schließlich eine Absage kam!!! Das war bitter, aber ich habe die Sache trotzdem weiter verfolgt und war enttäuscht, daß in Manuels Tagesberichten immer wieder die nicht vollzählig angereisten Teilnehmer erwähnt werden mußten. Ich habe dann recherchiert und durfte als potentieller Nachrücker in der Nähe des Testgeländes auf einen Anruf warten, falls denn nicht alle Kandidaten des Tages anreisen würden. Auf diese Weise hatte ich gleich auf Anhieb Glück und durfte teilnehmen und schaffte es sogar sofort in die nächste Runde!
Die OPC-Astras aus Dudenhofen haben mich an diesem Tage so beeindruckt, daß ich mit Hilfe des Rudolstädter Opelhändlers Zink einen Jahreswagen kaufte. Auch, um damit zu üben, denn die Konkurrenz in den nächsten Levels würde hart sein, das hatte der Tag in Dudenhofen gezeigt! Beim Üben mit dem OPC bekam ich Unterstützung von externen Instruktoren, die ich schon durch mehrfache Driftveranstaltungen kannte. Zudem hatten meine Anfragen bei der scuderia hanseat Erfolg, einer sehr guten Schule, um die Nordschleife kennenzulernen. Auch mein Bitten beim OPC-Club Deutschland ( www.opc-club.de ) fand Gehör – mir wurde der Kontakt zu einem alten Ringhasen vermittelt, der diesen seit nunmehr 35 Jahren unfallfrei befährt. Die erste Runde auf der Nordschleife als Beifahrer in seinem Vectra-OPC gehört zu den Erlebnissen, die ich wohl mein ganzes Leben nicht vergessen werde! Sie stellte den Beginn einer sehr intensiven Lernphase auf dem GP-Kurs und Nordschleife dar, die aus Runden mit ihm, Lehrgang bei der scuderia, Touristenfahren, Beifahrer bei den Instruktoren des sport-auto-Lehrgangs sowie intensivem Literatur- und Videostudium sowie Gesprächen mit Rennfahrern bestand.
Nicht zuletzt dank dieser sehr zeitintensiven Vorbereitung konnte ich so von Level zu Level mit jeweils steigenden Anforderungen bestehen.

Wie war für Dich der Augenblick, als Manuel bei der Verkündung in München gesagt hat:
Peter, pack Deine Koffer, du fährst zur Nordschleife!

Die Verkündung der letzten 10 Fahrer für die Phase der Intensivvorbereitung auf das 24h-Rennen war natürlich extrem aufwühlend. Mit weichen Knien stand ich vor den Kameras und wartete auf die Worte von Manuel. Ich sagte mir dabei immer: Wenn es nicht reichen sollte, so muß ich mir nicht vorwerfen, es nicht intensiv genug versucht zu haben.
Die entscheidenden Worte vernimmt man dann wie in Trance. Es ist ein unglaublich schönes Gefühl zu wissen: Ja, deine ganze intensive Arbeit der Vorbereitung hat sich gelohnt! Jetzt geht es zur Nordschleife!
In dieses Gefühl der Hochstimmung mischt sich natürlich auch etwas Wehmut, denn man wußte, daß es nun galt, sich von 10 Freunden zu verabschieden, die man über die letzten Monate schätzen gelernt hatte.

Wann hast Du es wirklich realisiert, das dieser Traum für Dich wirklich in Erfüllung geht?

Richtig bewußt wurde es mir dann eine Woche später, als ich nach dem Fahrerwechsel aus der Boxengasse zu meinen ersten Rennrunden im Rahmen der RCN startete. Es war (wie immer beim RaceCamp) tolles Wetter, ich saß in einem Rennauto und fuhr für das „Team Opel-OPC“ ein Rennen auf der legendären Nordschleife – was will man mehr!

Wie haben Deine Familie, Freunde und Bekannte reagiert?

Auf der einen Seite gab es natürlich skeptische Kommentare und Ratschläge, nur ja nicht zuviel Zeit und Kraft in so eine Illusion zu stecken. Auf der anderen Seite natürlich auch intensive Unterstützung, wobei zuerst meine Frau und Kinder zu nennen sind, die mir immer den Rücken frei gehalten haben und mich in Phasen des Zweifels auch mental unterstützt haben. Und das in dem Bewußtsein, daß ich im Erfolgsfalle durch die dann anstehenden Rennen und Vorbereitungen noch weniger Zeit für die Familie haben werde.
Die Instruktoren und der Geschäftsführer vom Sachsenring haben mich fahrtechnisch und durch Gewährung von Übungszeit kräftig unterstützt. Auch Frau Pauli von der scuderia hanseat und die dortigen Instruktoren haben mich nach Kenntnis der RaceCamp-Teilnahme meinerseits noch intensiver geschult. Ein großer Dank geht auch an die Mitglieder des OPC-Club Deutschland, die mir bei den Übungsfahrten auf der Nordschleife immer mit Rat und Tat zur Seite standen, und die mich als Clubmitglied bis zum heutigen Tage weiter unterstützen.

Du bist ja eigentlich Zahnarzt. Hat Dich einer Deiner Patienten erkannt? Es sind ja mittlerweile die ersten 10
Folgen „Traumjob Rennfahrer – Die Racecamp Reportage“ auf DSF gelaufen.

Natürlich wird man immer mal wieder von einem Patienten oder auch von anderen Eltern aus Schule und Kindergarten angesprochen. Schwierig ist es dabei jedoch, die weit verbreitete Vorstellung zu entkräften, daß jeder Fahrer eines Rennautos nichts anderes mehr arbeiten müsse und finanziell ja nun wohl bis ans Lebensende ausgesorgt habe.

Leider müssen ja noch 2 von euch auf die „Ersatzbank“ und dürfen nicht selber Fahren beim 24h Rennen.
Für Die Instruktoren wird das sicher wieder bitter werden, die 2 herausfiltern. Wie siehst Du dieser
Entscheidung entgegen?

Das ist eine notwendige Entscheidung, um die ich die Instruktoren nun wahrlich nicht beneide! Die letzten Monate haben gezeigt, wie gut das Team der 10 Fahrer miteinander funktioniert. Und auch die freundschaftlichen Verbindungen zwischen den Teilnehmern sind ja weiter gewachsen. Mir tut es persönlich sehr leid für die zwei, die dann nicht fahren werden können. Ich hoffe natürlich, daß ich zum Fahrerteam gehören werde, aber wie ich die Instruktoren kennengelernt habe, wird die Entscheidung über die Fahrer sicher erst in letzter Minute getroffen werden. Da besteht natürlich für alle noch bis zum letzten Moment der Streß des Sich-bewähren-müssens, eine Situation, die sicher auf die Teambildung nicht nur positiv wirkt.

Du bist ja ein Grüdungsmitglied im „OPC Club Deutschland“. Kommen da ein paar
zum 24h Rennen im Mai?

Der OPC-Club hat dieses Jahr schon ein großes, internationales Treffen mit gemeinsamer Fahrt auf der Nordschleife organisiert. Die Begeisterung der Mitglieder für die Nordschleife ist schon sehr deutlich zu spüren. Nach den bisherigen Planungen ist von einer großen Anzahl von OPC-Club-Mitgliedern als Besucher beim 24h-Rennen zu rechnen.

Welches Ziel hast Du beim 24h Rennen. Welchen Platz rechnest Du Dir aus?

Das im letzten Jahr vorgelegte Ergebnis der Kissling-Astras ist natürlich gewaltig. Es zeigt, was durch besonnenes, ruhiges Durchfahren machbar ist. Mein Ziel beim 24h-Rennen ist vor allem: Sauber durchfahren und ankommen!
In Kenntnis der bisher perfekten Vorbereitung der Fahrer durch das Team um Manuel Reuter und der hohen Qualität der Arbeit des Kisslingteams ist auf einen Podestplatz in der Gruppe zu hoffen. Welche Position dann in der Gesamtwertung herausspringt, wird man sehen müssen. Top20 wäre natürlich sehr schön.

Peter, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast und mir und den Bloglesern Deine Eindrücke und Erwartungen zu erzählen! Wir sehen uns in 3 Wochen in Magny Course (F) wenn wir dann das erste mal in das Rennauto einsteigen, dass Kissling Motorsport für das 24h Rennen aufgebaut hat und ihr 10 euch dieses neue Fahrgefühl probieren könnt. Ich werde mal mit Manuel reden, och ich nicht auch ein paar wenige Runden damit drehen darf um dann einen meiner emotionsgeladenen Fahrberichte für die Blogger schreiben zu können ;-)

 
 

Interview mit Kurt Wenger

Donnerstag, 13. Dezember 2007 um 11:53 Uhr » Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Geschrieben von Christian E.

Wie versporchen, hier das erste Interview. Hoffentlich ohne macken ;-)

interview.mp3

 
 

Neue Rubrik: Nachgefragt

Mittwoch, 28. November 2007 um 22:47 Uhr » Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Geschrieben von Christian E.

Ein nettes Hallo in die Runde,

ich habe es ja schon anklingen lassen. Es wird sich einiges ändern hier im Blog.
Als allererstes mal die Interview-Ecke "Nachgefragt". Hier könnt ihr euch ein Interview saugen, das
ich mit den verschiedenen Teilnehmer, Instruktoren und Machern des OPEL OPC Racecamp führe. Hier werden auch EURE Fragen an die Instruktoren beantwortet, aber auch alles wissenswertes, was sich abseits der Rennstrecke ereignet.