Archiv für Juli 2009

 

Und es wurden immer weniger!

Freitag, 17. Juli 2009 um 17:36 Uhr » Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Geschrieben von Christian E.

Als ich am Nürburgring ankomme, spaziere ich erst einmal durch das gesamte Fahrerlager. Überall wird noch gearbeitet und die Reste des Formel 1-Wochenendes sind unübersehbar, aber auch "unüberriechbar". Und ich meine nicht den Gestank von verbrannter Kupplung und heißem Gummi.
Während ich noch in meiner letzten Trance vom Schlaf bin, sind die letzten 21 schon ihre Runden am drehen. Oh Entschuldigung, es sind nur noch 15 Fahrer im Rennen, denn gestern konnten sechs Leute ihre bisherigen Leistungen nicht bestätigen.
Zuerst sind die Teilnehmer in den RCN-Astras unterwegs. Hier spricht man inzwischen von diesen Rennwagen, als ob sie Fahrzeuge für Anfänger wären. Kein Wunder, denn ab jetzt wird in dem Rennwagen gefahren, mit dem die zwei Teams in der ersten Staffel des Race Camp bereits angetreten waren.
In diesem Moment kündigt sich dieser auch durch einen unverkennbaren Sound an. Beim Anbremsen und Herunterschalten hört man ein Schnauben des Turboladers, das einen fast glauben lässt, der Astra habe Schnupfen. Aber – und das kann ich versichern – hat er nicht.
Inzwischen drehen die Jungs und das verbliebene Mädel, Charlotte Wilking, weiter ihre Einzelrunden im Rennastra. Ich wundere mich schon, dass alles so reibungslos abläuft und noch kein Unfall passiert ist; gerade in diesem Moment wird der Rennwagen langsamer und hinterlässt eine riesige Rauchschwade. Ahnungslosigkeit und Ungewissheit macht sich breit. War es etwa nur ein Reifenplatzer, oder doch der Motor? Es stellt sich heraus, dass der Grund hierfür in einer beschädigten Felge lag, die in der Folge die Antriebswelle des Astras in Stücke zerriss.
Nach zweistündigen Reparaturarbeiten können die Übrigen wieder antreten und ihr Talent unter Beweis stellen. Gleichzeitig jagen die RCN-Astras wieder über die Strecke; die Fahrer sollen versuchen, konstant schnelle Runden zu fahren: sie simulieren eine Gleichmäßigkeitsprüfung.
Am Ende des Tages kann jeder sich etwas ausruhen und den Touristenfahrten auf der Grand-Prix-Strecke zuschauen. Es kommt mir vor, als ob ich unter langjährigen Freunden sitze. Doch Freundschaft kennt Höhen und Tiefen. Am Ende des Tages verkündet Manuel Reuter, dass sich Philipp Rotsolk aus dem Camp verabschieden muss. Seine Leistung war nicht beständig genug.
Aber es muss weitergehen und die Motivation ist trotz dieses Schocks für alle unglaublich hoch. Das merkt man sowohl an der Einstellung der Teilnehmer, als auch an den Aussagen der Instruktoren. Sieben Kandidaten hat es auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings bereits erwischt und morgen geht es richtig zur Sache. Für einige wird es heute Abend das letzte mal sein, dass sie einschlafen und träumen, mit dem Race Camp beim 24-Stunden-Rennen 2010 dabei zu sein.

 
 

Level 4: Erstkontakt mit dem Nürburgring

Mittwoch, 15. Juli 2009 um 20:04 Uhr » Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Geschrieben von Jochen Knecht

261725.jpgNach dem ersten Casting-Level mit 750 Kandidaten im Opel-Testzentrum in Dudenhofen, verschärften Übungseinheiten bei Level 2 mit den besten 70 auf dem Testareal im Rheinland-Pfälzischen Pferdsfeld sowie einem umfassenden Fitnesstest im Fürther Leistungszentrum von Dr. Müller-Hörner (Level 3) müssen sich die Top-22-Kandidaten nun nochmals erhöhtem Wettbewerbsdruck aussetzen: Auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings steht mit Level 4 eine weitere Castingstufe auf dem Plan – und die werden nur 12 der 22 Teilnehmer überstehen.

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Teil 4: Die Konstitution

Mittwoch, 15. Juli 2009 um 19:58 Uhr » Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen
Geschrieben von Jochen Knecht

bild-1.pngWer beim 24-Stunden-Rennen als Fahrer antritt, sollte topfit, entspannt und ausgeschlafen sein. Auf keinen Fall sollten Piloten schon gestresst am Ring ankommen. Denn Hektik entsteht vor Ort schon genug: Alles ist überfüllt, in Fahrerlager und Boxengasse laufen sehr viele Menschen umher. Da muss man einfach cool bleiben und sich ganz auf seinen Job konzentrieren. Der besteht nämlich nicht nur aus dem Rennen selbst. Schon am Donnerstag finden freies Training und das erste Zeittraining in die Dunkelheit hinein statt. Seine Kräfte muss sich ein Fahrer also gut einteilen, um sich auf den Punkt konzentrieren zu können.

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