Der Tag war aus Wettersicht sehr gut. Nachmittags dann teilweise recht warm, aber besser als nass
Die einzelnen Herausforderungen waren super aufgezogen! Nachdem die 35Teilnehmer in 2 Gruppen aufgeteilt wurden gings erstmal ans Drehen. Aber nicht am Lenkrad sondern fürs TV. Als dann alles im Kasten war gings ab auf die Strecke. In meiner Gruppe war zuerst das Kennenlernen der Challenge-Strecke angesagt. Ein pfeilschneller Kurs, vereinzelt mit Pylonen abgesteckt auf und neben der Rollbahn. Vmax war mit dem Serien Astra so etwa bei 160 km/h. Und da war alles dabei, das mein Herz erfreute: Lange Gerade, Haarnadelkurve, Schikanen und eine irrwitzig schnelle Lastwechsel-Kurve mit anschliessendem Bremspunkt. SEHR vergleichbar mit dem ungebremster links-rechts Spurwechseln aus L1! Wenn man dabei das Auto nicht im Griff gehabt hätte, wäre der Bremspunkt im Eimer gewesen und die anschliessende 180Grad links sowieso ein Ding der Unmöglichkeit Jaja, sowas braucht man also nie im Leben so ne Spurwechsel-Übung.
Wir waren schön mit Guidefahren beschäftigt und dann hatte jeder ein paar Runden zum Trainiren. Alleine natürlich Denn auf dieser Strecke kam am Nachmittag der Käfig-Astra zum Einsatz um wieder auf Zeitenjagd zu gehen. Allerding diesesmal mit Superweichen Slicks und Rennfahrwerk als Neuerung. Haftung ohne Ende sag ich euch *gg*
Als das Training zu Ende war gings zum Eingangsgebäude zurück. Mittagessen war angesagt. Ich liebe das Catering bei den Racecamp Tagen. Samy, der Oberküchenchef hat uns schon bei der ersten Race Camp Ausgabe bestens versorgt. Und wenn ich an das 24h Rennen zurückdenke…….. Naja, mein “Leistungsgewicht” kommt nicht von ungefähr ;-)
Der Nachmittag gestalltete sich dann doch ein wenig anders als geplant. Die TV Aufnahmen haben unheimlich viel zeit in Anspruch genommen. Mehr als irgend jemand erwartet hätte.
Die Sendungen, diese werden vorraussichtlich ab Dezember auf DSF starten, sind jede überzogene Minute wert. Die Qualität ist ausgezeichnet, der witzige Aspekt fehlt ebenso wenig wie die umfangreichen Informationen.
Wir hatten vor der Zeitenjagt noch eine andere Aufgabe zu erfüllen: Das “Race of Champions”: 2 Teilnehmer fahren gleichzeitig gegen die Uhr. Ein Mordsspass!
Die Streckenführung war sehr einfach: Man stelle sich ein Rechteck vor. Gefahren wird gegen den Uhrzeigersin. Auf der oberen und unteren Geraden ist jeweils eine Schikane bevor man in die 180Grad Linkskurve bog. Gestartet wurde in gleicher Fahrtrichtung , man stand sich jedoch gegenüber. Gesammtfahrzeit für 3 Runden: Der beste 48:03 (ich hatte ne 48:05 *grrr*) und die nicht mehr ganz so schnellen kamen auf 52-53 Sekunden.
Da die TV Produktion so viel Verzug verursachte, durften 10 von uns, mich eingeschlossen, eine weitere Nacht im Hotel verbringen und dann eben heute morgen ran Trotzdem wir 10 nicht mehr fahren konnten, aus Zeitgründen da ab 22Uhr auf dem ehemaligem NATO-Flughafen keine Tests und Bewerbe gefahren werden dürfen, ging ich gestern Abend gemeinsam mit den meisten anderen Teilnehmern erst um Mitternacht beim Haupttor raus.
Heute morgen hatte ich mir selber ein Ei gelegt. Nicht nur, dass ich die Rennbremse am Käfig-Astra deutlichst überschätzt habe und mit dieser nicht klar kam, hab ich mir in der Einführungsrunde in einer der 3 Schikanen eine Pylone in die Ideallinie gelegt. Drüberfahren will ich nicht. ich will ja weder eine Pylone noch am Unterboden was kaputt machen. Auch wenn Manuel es schon des öfteren gesagt hat:” Wenn das Teil im Weg liegt macht euch nix draus”! Ich fahr da trotzdem nicht mit 100 Sachen drüber. Hat mich, gemeinsam mit der Bremse und einer leichten Unkonzentriertheit pro Runde eine Sekunde gekostet. Aber das empfinde ich jetzt nicht unbedingt als eine Niederlage. Viele Teilnehmer von den 750 gesichteten empfanden so eine Entscheidung wie einen persönlichen Angriff. Manche konnten auch mit der Kritik überhaupt nicht umgehen. Aber sind wir uns mal ehrlich, wer von den 22.500 Bewerbern ist ein Sebastian Vettel. Ein Michael Schumacher oder gar Ayrton Senna? Ich sehe das anders. Wir 35 andere hatten wieder einen Tag lang die Gelegenheit, die Astra OPC am Limit bewegen zu dürfen, eine Race of Champion Competition auszutragen und hey, wer hat schonmal die Gelegenheit einen richtigen Rennwagen um die Strecke zu jagen? Achja, und das Catering…….
Bis denne ;-)