Sieben Knackpunkte

Mittwoch, 27. Mai 2009 um 16:02 Uhr » add this page to Mister Wong
Geschrieben von Jochen Knecht

manuel_reuter.jpgDas Rennen zweimal rund um die Uhr auf der berühmt-berüchtigten Nordschleife fordert nicht nur die Autos, sondern vor allem Fahrer und Team. Die Knackpunkte und worauf es ankommt erklärt Manuel Reuter, Chef des OPC Race Camp und Gesamtsieger im Jahr 2003 im Opel Astra V8 Coupé aus der DTM. Von seinem Charme hat das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring seit seiner Premiere 1970 bis heute nichts verloren. Wenn die Sonne über der Eifel untergeht, machen die Fans mit ihren Lagerfeuern, Grills und Partys entlang der 25,359 Kilometer langen Strecke die Nacht zum Tag. Doch für die Fahrer und Teams ist das Rennen weitaus stressiger. Ex-DTM-Pilot Manuel Reuter (47) weiß, worauf es ankommt: 2003 fuhr er selbst am Steuer eines modifizierten Opel Astra V8 Coupé zum Gesamtsieg, trat im letzten Jahr erstmals als Teamchef des OPC Race Camp auf. Er hat sieben Knackpunkte unter die Lupe genommen, auf die es beim Rennen zweimal rund um die Uhr ankommt.
manuel_reuter2.jpg"Manche Fahrer glauben, dass Vorschlafen helfen könnte", weiß der Profi , "aber das klappt sowieso nicht. Der Grundstein muss im Winter vorher gelegt werden. Ab da muss man trainieren, um topfi t zu sein." Wie so eine Vorbereitung im Idealfall aussieht, dafür hat der gebürtige Mainzer im letzten Jahr ein Paradebeispiel geliefert: Die zwei blauen Astra seines OPC Race Camp steuerten 2007 gecastete und danach zum Rennfahrer ausgebildete Neulinge, die vorher nie in einem Rennwagen gesessen hatten. Dabei brachten Reuter und sein Team den acht Piloten nicht nur bei, wie sie schnell auf der Strecke unterwegs sein können. Im französischen Magny-Cours fuhren alle Piloten einen gemeinsamen 24-Stunden-Test, um sich für alle Eventualitäten beim späteren Rennen auf dem Nürburgring zu rüsten.

Mental- und Fitnesstrainings gaben den Kandidaten die nötigen Grundlagen. Vorbereitungsrennen schweißten die Mannschaften zusammen, schulten den richtigen Umgang mit dem Team. Auch, wenn das Race Camp erst im nächsten Jahr wieder antreten wird: Reuter wird das Rennen im Blick behalten. Denn einige seiner Schüler sind schon von anderen Teams verpflichtet worden.

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