Interview mit Dr. Peter Pangert
Hallo Peter!
Das Racecamp-Jahr 2007 ist ja jetzt vorbei. 3 Rennen seid ihr schon gefahren und habt sogar schon
Pokale “abgestaubt”. Gratulation dafür meinerseits!
Wie ist für Dich persönlich das Jahr 2007 verlaufen?
Das Jahr 2007 war für mich ein sehr bewegtes. Anfang des Jahres bekam ich von einem Freund den Tipp, mal bei Opel auf die Internetseite zu schauen – da gäbe es ein Rennfahrercasting für das 24h-Rennen auf der Nürburgring Rordschleife. Nach der Anmeldung dann bange Wochen, bis schließlich eine Absage kam!!! Das war bitter, aber ich habe die Sache trotzdem weiter verfolgt und war enttäuscht, daß in Manuels Tagesberichten immer wieder die nicht vollzählig angereisten Teilnehmer erwähnt werden mußten. Ich habe dann recherchiert und durfte als potentieller Nachrücker in der Nähe des Testgeländes auf einen Anruf warten, falls denn nicht alle Kandidaten des Tages anreisen würden. Auf diese Weise hatte ich gleich auf Anhieb Glück und durfte teilnehmen und schaffte es sogar sofort in die nächste Runde!
Die OPC-Astras aus Dudenhofen haben mich an diesem Tage so beeindruckt, daß ich mit Hilfe des Rudolstädter Opelhändlers Zink einen Jahreswagen kaufte. Auch, um damit zu üben, denn die Konkurrenz in den nächsten Levels würde hart sein, das hatte der Tag in Dudenhofen gezeigt! Beim Üben mit dem OPC bekam ich Unterstützung von externen Instruktoren, die ich schon durch mehrfache Driftveranstaltungen kannte. Zudem hatten meine Anfragen bei der scuderia hanseat Erfolg, einer sehr guten Schule, um die Nordschleife kennenzulernen. Auch mein Bitten beim OPC-Club Deutschland ( www.opc-club.de ) fand Gehör – mir wurde der Kontakt zu einem alten Ringhasen vermittelt, der diesen seit nunmehr 35 Jahren unfallfrei befährt. Die erste Runde auf der Nordschleife als Beifahrer in seinem Vectra-OPC gehört zu den Erlebnissen, die ich wohl mein ganzes Leben nicht vergessen werde! Sie stellte den Beginn einer sehr intensiven Lernphase auf dem GP-Kurs und Nordschleife dar, die aus Runden mit ihm, Lehrgang bei der scuderia, Touristenfahren, Beifahrer bei den Instruktoren des sport-auto-Lehrgangs sowie intensivem Literatur- und Videostudium sowie Gesprächen mit Rennfahrern bestand.
Nicht zuletzt dank dieser sehr zeitintensiven Vorbereitung konnte ich so von Level zu Level mit jeweils steigenden Anforderungen bestehen.
Wie war für Dich der Augenblick, als Manuel bei der Verkündung in München gesagt hat:
Peter, pack Deine Koffer, du fährst zur Nordschleife!
Die Verkündung der letzten 10 Fahrer für die Phase der Intensivvorbereitung auf das 24h-Rennen war natürlich extrem aufwühlend. Mit weichen Knien stand ich vor den Kameras und wartete auf die Worte von Manuel. Ich sagte mir dabei immer: Wenn es nicht reichen sollte, so muß ich mir nicht vorwerfen, es nicht intensiv genug versucht zu haben.
Die entscheidenden Worte vernimmt man dann wie in Trance. Es ist ein unglaublich schönes Gefühl zu wissen: Ja, deine ganze intensive Arbeit der Vorbereitung hat sich gelohnt! Jetzt geht es zur Nordschleife!
In dieses Gefühl der Hochstimmung mischt sich natürlich auch etwas Wehmut, denn man wußte, daß es nun galt, sich von 10 Freunden zu verabschieden, die man über die letzten Monate schätzen gelernt hatte.
Wann hast Du es wirklich realisiert, das dieser Traum für Dich wirklich in Erfüllung geht?
Richtig bewußt wurde es mir dann eine Woche später, als ich nach dem Fahrerwechsel aus der Boxengasse zu meinen ersten Rennrunden im Rahmen der RCN startete. Es war (wie immer beim RaceCamp) tolles Wetter, ich saß in einem Rennauto und fuhr für das “Team Opel-OPC” ein Rennen auf der legendären Nordschleife – was will man mehr!
Wie haben Deine Familie, Freunde und Bekannte reagiert?
Auf der einen Seite gab es natürlich skeptische Kommentare und Ratschläge, nur ja nicht zuviel Zeit und Kraft in so eine Illusion zu stecken. Auf der anderen Seite natürlich auch intensive Unterstützung, wobei zuerst meine Frau und Kinder zu nennen sind, die mir immer den Rücken frei gehalten haben und mich in Phasen des Zweifels auch mental unterstützt haben. Und das in dem Bewußtsein, daß ich im Erfolgsfalle durch die dann anstehenden Rennen und Vorbereitungen noch weniger Zeit für die Familie haben werde.
Die Instruktoren und der Geschäftsführer vom Sachsenring haben mich fahrtechnisch und durch Gewährung von Übungszeit kräftig unterstützt. Auch Frau Pauli von der scuderia hanseat und die dortigen Instruktoren haben mich nach Kenntnis der RaceCamp-Teilnahme meinerseits noch intensiver geschult. Ein großer Dank geht auch an die Mitglieder des OPC-Club Deutschland, die mir bei den Übungsfahrten auf der Nordschleife immer mit Rat und Tat zur Seite standen, und die mich als Clubmitglied bis zum heutigen Tage weiter unterstützen.
Du bist ja eigentlich Zahnarzt. Hat Dich einer Deiner Patienten erkannt? Es sind ja mittlerweile die ersten 10
Folgen “Traumjob Rennfahrer – Die Racecamp Reportage” auf DSF gelaufen.
Natürlich wird man immer mal wieder von einem Patienten oder auch von anderen Eltern aus Schule und Kindergarten angesprochen. Schwierig ist es dabei jedoch, die weit verbreitete Vorstellung zu entkräften, daß jeder Fahrer eines Rennautos nichts anderes mehr arbeiten müsse und finanziell ja nun wohl bis ans Lebensende ausgesorgt habe.
Leider müssen ja noch 2 von euch auf die “Ersatzbank” und dürfen nicht selber Fahren beim 24h Rennen.
Für Die Instruktoren wird das sicher wieder bitter werden, die 2 herausfiltern. Wie siehst Du dieser
Entscheidung entgegen?
Das ist eine notwendige Entscheidung, um die ich die Instruktoren nun wahrlich nicht beneide! Die letzten Monate haben gezeigt, wie gut das Team der 10 Fahrer miteinander funktioniert. Und auch die freundschaftlichen Verbindungen zwischen den Teilnehmern sind ja weiter gewachsen. Mir tut es persönlich sehr leid für die zwei, die dann nicht fahren werden können. Ich hoffe natürlich, daß ich zum Fahrerteam gehören werde, aber wie ich die Instruktoren kennengelernt habe, wird die Entscheidung über die Fahrer sicher erst in letzter Minute getroffen werden. Da besteht natürlich für alle noch bis zum letzten Moment der Streß des Sich-bewähren-müssens, eine Situation, die sicher auf die Teambildung nicht nur positiv wirkt.
Du bist ja ein Grüdungsmitglied im “OPC Club Deutschland”. Kommen da ein paar
zum 24h Rennen im Mai?
Der OPC-Club hat dieses Jahr schon ein großes, internationales Treffen mit gemeinsamer Fahrt auf der Nordschleife organisiert. Die Begeisterung der Mitglieder für die Nordschleife ist schon sehr deutlich zu spüren. Nach den bisherigen Planungen ist von einer großen Anzahl von OPC-Club-Mitgliedern als Besucher beim 24h-Rennen zu rechnen.
Welches Ziel hast Du beim 24h Rennen. Welchen Platz rechnest Du Dir aus?
Das im letzten Jahr vorgelegte Ergebnis der Kissling-Astras ist natürlich gewaltig. Es zeigt, was durch besonnenes, ruhiges Durchfahren machbar ist. Mein Ziel beim 24h-Rennen ist vor allem: Sauber durchfahren und ankommen!
In Kenntnis der bisher perfekten Vorbereitung der Fahrer durch das Team um Manuel Reuter und der hohen Qualität der Arbeit des Kisslingteams ist auf einen Podestplatz in der Gruppe zu hoffen. Welche Position dann in der Gesamtwertung herausspringt, wird man sehen müssen. Top20 wäre natürlich sehr schön.
Peter, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast und mir und den Bloglesern Deine Eindrücke und Erwartungen zu erzählen! Wir sehen uns in 3 Wochen in Magny Course (F) wenn wir dann das erste mal in das Rennauto einsteigen, dass Kissling Motorsport für das 24h Rennen aufgebaut hat und ihr 10 euch dieses neue Fahrgefühl probieren könnt. Ich werde mal mit Manuel reden, och ich nicht auch ein paar wenige Runden damit drehen darf um dann einen meiner emotionsgeladenen Fahrberichte für die Blogger schreiben zu können ;-)

Hallo,
super tolles Interview.
Super zu erfahren, das Peter so viele Extrarunden und sehr viel persönliches Engagement nebenher in das Race Camp investiert hat.
Sich dafür auch noch extra einen OPC zu kaufen, ist natürlich der Hammer.
Wie sieht es bei den Anderen auch, gibts da Parallelen?
Gruß Bernd
Ja Chris und Peter,
eure Arbeit liest sich echt wie eine Filmreife Geschichte ;-)
weiter so !
kue69
Hallo Bernd!
Auf deine Frage möchte ich dann direkt antworten. Die Vorbereitung war für mich vergleichbar mit der von Peter. Bei mir fing das Training am 3. Mai, also ein Tag nach der ersten Runde in Dudenhofen, an. Neben joggen, Rad fahren… wollte ich natürlich auch die Nordschleife besser kennenlernen, weswegen mein kleiner roter Flitzer mit 60 PS teilweise ganz schön gequält wurde… (auf dem Weg zur “Hohen Acht” musste ich beispielsweise wieder runter schalten um den Berg hoch zu kommen… :-)). Daneben waren natürlich besonders Videos sehr hilfreich, bspw. gibt es bei Youtube ein Video von Manuel Reuter`s Nordschleifen-Rekordfahrt mit einem Opel Astra OPC ( http://de.youtube.com/watch?v=ZwBJ8SHB42U ). Außerdem gibt es eine Vielzahl von PC-Spielen die relativ realistisch sind und dabei helfen zumindest die Kurvenkombinationen schon im Vorfeld recht gut zu lernen. Ich spielte daher in der Zeit vor dem Shoot-Out sehr viel PlayStation. Ansonsten ist die Vorbereitung natürlich immer relativ schwer gewesen, da man nie wusste, was sich die OPC-Crew um Manuel Reuter wieder hat einfallen lassen. Daher war es eigentlich in jeder Runde am wichtigsten ruhig & gelassen zu bleiben und überlegt an die Ausscheidungsrunden heran zu gehen ohne dabei den Spaß an der Sache zu verlieren.
Jetzt geht es bald wieder los. Wir alle sind schon sehr gespannt, was uns Anfang März bei dem Rollout erwartet. Niemand von uns ist vorher ein solche Rennauto gefahren… und auch die Rennstrecke ist völlig unbekannt. Viele von uns üben daher zur Zeit die Kurvenkombinationen per PC. Ein Tipp an die anderen: R-Factor ist nicht schlecht (hier gibt es sogar einen VLN-Mod mit den VLN-Autos vom letzten Jahr). Wichtig wird auch hier wieder sein, dass man überlegt die Herausforderungen angeht…
So, bis hoffenntlich demnächst!
Gruß, Benjamin
hallo benji,
hast du mir den link zu den vln autos?
ist auch ein Astra dabei ?
danke kue69
Hier sind doch ein paar Experten – ne Mod mit einem Astra 2008 mit entsprechendem Setup wäre doch mal geil – dann können auch die ausgeschiedenen zumindest virtuell mitfahren ;)
15.3. ist noch unklar, die ersten VLN Rennen und 24h sind im Kalender aber schon geblockt =o)
Liebe Grüße
*TheFan* :D
ich bin noch am Verhandeln, dass ich in Magny Cours mit dem Auto ein paar (“gemütliche”) Runden drehen kann. Also keine Panik, alles zwecks Fahrbericht ist schon in die Wege geleitet ;-)
LG
Hi Marcel! Hi Kurt
Da bin ich auch für. Bisher gibt es also leider noch keinen Astra mod. Vielleicht findet sich ja jemand, der sich damit auskennt???!!
Für jeden, der den VLN-Mod gerne haben möchte:
http://www.virtualr.net/tag/vln/
Mit dem Link sollte es eigentlch klappen. Es gibt auch noch eine Nordschleife V.2.
Gruß, Benjamin
Ich fahre das Spektakel in GTR2 ;)
Hi @ GTR2 and R-Factor Racer,
GTR2 ist im moment auch mein kostengünstigstes Training. Evtl.. reicht es am nächsten Samstag für einen Track Day auf der NoS…? mal nach dem Wetter ausschau halten ;-)
Würde mich freuen den einen oder anderen anzutreffen um Benzin gespräche zu führen… ;-)
grüsse Kue69
PS. am 2.3.2008 ist ein weiterer Lauf zum WinterCup GTR2 (Start um 20:30 uhr im Semi-Pro Mod. Name WC Cup 10Lap) weitere Infos und Passwort per Mail ) Info@kurt-wenger.ch
Würd gern kommen – bin schon ganz heiß, aber Auto ist noch nicht fit. Warte immer noch auf die neue Auspuffanlage, Bremsen sind schon da nur noch nicht montiert und mit meinen Wintergummis lohnt sich’s auch nicht.
Hallo marcel,
ich kann dich beruhigen, es sieht nach schnee und regen aus… für Samstag und Sonntag :-(
Hallo Leute,
kann mir jemand sagen, ob das DSF die Folgen fortsetzt? Bringen die auch Beiträge zu den VLN Rennen? Oder wie und wann geht es weiter?
@ Christian
Weißt du was darüber?
Gruß Bernd
Auf der Racecamp HP finde ich unter den Terminen auch nur den 24h Test in MagnyCours, den ersten VLN Lauf und das 24h Rennen.
Fahrt ihr nicht die VLN Einstellfahrten am 15. März? Und nur einen VLN Lauf?
hi Bernd,
Wann die Folgen genau weitergehen weis ich nicht genau. Hab aber mal was von März gehört, nagelt mich aber bitte nicht fest ;-)
Hi,
nochmal zum virtuellen Üben.
Ich kann euch nur GTLegends empfehlen – sehr günstig zu bekommen, große online-Angebote, Grafik ähnlich GTR2, alle Mods und tracks zu haben und einen frontgetriebenen Mini im Angebot!!!!
Ist zwar etwas langsam auf den Geraden, aber es sind Driftwinkel jenseits 90 Grad (!) drin!
Viele Grüße
PeterP
hi peter,
ich habe nun das Racer07 gekauft um mal, wie benji üben zu können.
mir liegt im moment das GTR” noch besser, doch so ein Frontantrieb ist halt echt was anderes !!!
muss mich immer überwinden nicht zu früh ans Gas zu gehen ;-)
ich zähle schon die Stunden – Magny Cours wir kommen !!!!
kue69
Hi Jungs,
na, steigt der Blutdruck langsam?
Ich wünsche euch viel Spaß in Magny Cours. Wann geht es los?
Gruß Bernd
Hallo bernd,
Jein, der Blutdruck ist noch normal… Laut den Infos die wir nun haben, wird es um ca 15 Uhr mit Strecken Besichtigung losgehen ! Danach Sitzprobe usw..
Wie ich den Plan so lese, werden wir richig viel zum Fahren kommen ;-)) !!!
Thomas und ich werden am Donnerstag zusammen noch den Auto Salon in Genf besuchen und anschliessend nach Magny Cours fahren. So sind wir rechtzeitig da und können uns Mental gut vorbereiten !
also bis die Tage.
kue69