A-Lizenz für die Top 20-Kandidaten – Race Camp Stufe 3 vom 24./25. Juli 2007

Donnerstag, 26. Juli 2007 um 14:06 Uhr » add this page to Mister Wong
Geschrieben von Manuel Reuter

opc-reuters-roadbook.gifHallo Race Camper, und wieder sind wir einen Schritt weiter. Auf dem "Lehrplan" von OPC Race Camp am Dienstag und Mittwoch stand nämlich die nationale A-Rennlizenz. So hieß es für die Kandidaten am ersten Tag Schulbank drücken und Ohren spitzen. Unter der Leitung unserer Instruktoren Felix Schmidt, Klaus Panchyrz sowie Christopher Bartz, dem Chef der Motorsportakademie Nürburgring, wurden Wissensgrundlagen und wichtige Rennsportregeln gepaukt: Lizenz- und Flaggenkunde, das Verhalten bei Safety Car-Einsätzen, und so weiter. Den Schlusspunkt bildete ein schriftlicher Test, den alle bestanden haben (zwei "Spezialisten" allerdings recht knapp!).

Mittwochmorgen hatten wir dann den praktischen Prüfungsteil. Auf der Grand-Prix-Strecke wurden typische Rennsituationen simuliert und geübt – fliegende und stehende Starts, das Fahren im Pulk und im Windschatten, Überhol- und Ausbremsmanöver. Wie sich die Teilnehmer dabei anstellten, darüber konnten sich die Instruktoren ein direktes Bild machen. Denn nach der Devise "Mittendrin statt nur dabei" mischten sie sich mitten ins Feld – nicht nur, um die Kandidaten zu beobachten, sondern auch, um sie gezielt unter Leistungsdruck zu setzen.

Abschließend konnten wir guten Gewissens Komplimente verteilen, da sich unsere bisherigen Einschätzungen einmal mehr bestätigt haben: Die Top-20-Kandidaten fahren auf hohem Niveau. Beim Casting zur "Top 10"-Mannschaft Ende August wird es also mit Sicherheit sehr eng werden – und sehr spannend!

Eine Personalie gab es übrigens auch zu vermelden. Teilnehmer Jan-Hendrik Scharf ist nicht mehr dabei. Für ihn persönlich und auch aus unserer Sicht sehr schade, denn er zählte zu den heißen Anwärtern für einen Platz in den Top 10. Der Grund: Hendrik war bei der ersten Race Camp-Stufe in Dudenhofer für eine ausgefallen Kandidaten nachgerückt und rutschte dabei durch die "Eingangskontrolle". Zum damaligen Zeitpunkt war er nämlich im Besitz einer Rennlizenz, was nach den Race-Camp-Spielregeln nicht erlaubt ist. Und die müssen wir konsequent einhalten.

Immerhin: Hendrik nahm die Nachricht so auf, wie wir ihn kennen: als echter Sportmann, der jetzt den anderen nach Kräften die Daumen drückt. Vor allem natürlich seinem Bruder Benjamin, der ja im Rennen um die Top 10 noch dabei ist.
Als Ersatzmann wurde übrigens Alexander Plenagl – in der Vorrunde nur ganz knapp ausgeschieden – nachnominiert. Und der hat seinen Job wirklich gut gemacht, wenn man bedenkt, dass er praktisch von einem Tag auf den anderen unvorbereitet in den Prüfungsstress geworfen wurde. Doch als eines der größten deutschen Talente im alpinen Skisport dürfte er es gewohnt sein, auf den Punkt fit zu sein. Und schnell.

Bis die Tage, Manuel

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