Archiv für Juli 2007
Fotos: Race Camp Stufe 3 vom 24. Juli 2007
A-Lizenz für die Top 20-Kandidaten – Race Camp Stufe 3 vom 24./25. Juli 2007
Hallo Race Camper, und wieder sind wir einen Schritt weiter. Auf dem „Lehrplan“ von OPC Race Camp am Dienstag und Mittwoch stand nämlich die nationale A-Rennlizenz. So hieß es für die Kandidaten am ersten Tag Schulbank drücken und Ohren spitzen. Unter der Leitung unserer Instruktoren Felix Schmidt, Klaus Panchyrz sowie Christopher Bartz, dem Chef der Motorsportakademie Nürburgring, wurden Wissensgrundlagen und wichtige Rennsportregeln gepaukt: Lizenz- und Flaggenkunde, das Verhalten bei Safety Car-Einsätzen, und so weiter. Den Schlusspunkt bildete ein schriftlicher Test, den alle bestanden haben (zwei „Spezialisten“ allerdings recht knapp!).
Mittwochmorgen hatten wir dann den praktischen Prüfungsteil. Auf der Grand-Prix-Strecke wurden typische Rennsituationen simuliert und geübt – fliegende und stehende Starts, das Fahren im Pulk und im Windschatten, Überhol- und Ausbremsmanöver. Wie sich die Teilnehmer dabei anstellten, darüber konnten sich die Instruktoren ein direktes Bild machen. Denn nach der Devise „Mittendrin statt nur dabei“ mischten sie sich mitten ins Feld – nicht nur, um die Kandidaten zu beobachten, sondern auch, um sie gezielt unter Leistungsdruck zu setzen.
Abschließend konnten wir guten Gewissens Komplimente verteilen, da sich unsere bisherigen Einschätzungen einmal mehr bestätigt haben: Die Top-20-Kandidaten fahren auf hohem Niveau. Beim Casting zur „Top 10“-Mannschaft Ende August wird es also mit Sicherheit sehr eng werden – und sehr spannend!
Eine Personalie gab es übrigens auch zu vermelden. Teilnehmer Jan-Hendrik Scharf ist nicht mehr dabei. Für ihn persönlich und auch aus unserer Sicht sehr schade, denn er zählte zu den heißen Anwärtern für einen Platz in den Top 10. Der Grund: Hendrik war bei der ersten Race Camp-Stufe in Dudenhofer für eine ausgefallen Kandidaten nachgerückt und rutschte dabei durch die „Eingangskontrolle“. Zum damaligen Zeitpunkt war er nämlich im Besitz einer Rennlizenz, was nach den Race-Camp-Spielregeln nicht erlaubt ist. Und die müssen wir konsequent einhalten.
Immerhin: Hendrik nahm die Nachricht so auf, wie wir ihn kennen: als echter Sportmann, der jetzt den anderen nach Kräften die Daumen drückt. Vor allem natürlich seinem Bruder Benjamin, der ja im Rennen um die Top 10 noch dabei ist.
Als Ersatzmann wurde übrigens Alexander Plenagl – in der Vorrunde nur ganz knapp ausgeschieden – nachnominiert. Und der hat seinen Job wirklich gut gemacht, wenn man bedenkt, dass er praktisch von einem Tag auf den anderen unvorbereitet in den Prüfungsstress geworfen wurde. Doch als eines der größten deutschen Talente im alpinen Skisport dürfte er es gewohnt sein, auf den Punkt fit zu sein. Und schnell.
Bis die Tage, Manuel
Ohne Fleiß kein Preis – Zwischenmeldung 21. Juli 2007
Hallo “Race Camper”, nicht nur den Kandidaten unseres Rennfahrer-Castings wird fitnesstechnisch demnächt auf den Zahn gefühlt. Auch ich selbst muss mich spurten, um am 19. August auf den Punkt fit zu sein. Denn dann steht in Wiesbaden der Halbdistanz-Triathlon „Ironman Germany 70.3“ auf dem Plan, und wie viele von Euch wissen, ist Triathlon – neben dem Motorsport – meine große Leidenschaft.
Seit vier Wochen bin ich jetzt in der Intensivorbereitung und nutze wirklich jede Gelegenheit, den Trainingsplan in meinen prallen Terminkalender zu integrieren. Beim Co-Kommentatoreneinsatz am vergangenen DTM-Wochenende in Mugello beispielsweise habe ich mein Laufpensum auf der Rennstrecke hinter mich gebracht – und gestern zwischen zwei Meetings 2,5 Kilometer Schwimmen in einem Natursee absolviert.
Was ich sagen will: Wenn ich etwas tue, dann richtig und konsequent. Das Gleiche ist für die Race Camp-Kandidaten angesagt, auch die sollten auf den Punkt fit sein. Es mag noch eine Weile hin sein bis zum 24-Stunden-Rennen 2008, aber ein solide Fitnessgrundlage legt man nicht mal eben auf die Schnelle, die muss langfristig aufgebaut werden. Und schon Mitte August, zwischen den Race Camp-Stufen 3 und 4, müssen sich unsere zwanzig Aspiranten einem professionellen Fitness- und Leistungstest unterziehen. Schließlich ist noch eine Castingstufe zu überwinden, bis die „Top 10“ feststehen. Und dabei kann, neben dem fahrerischen Können, die Fitness entscheidend sein.
Also, liebe Race Camper – lasst es krachen!
Race Camp Level 3: Nächste Woche geht´s weiter
Ein sonniges “Hallo” aus Saalfelden an alle, ich hoffe, Ihr genießt den Sommer und die Sonne. Ich selbst hatte davon am vergangenen Wochenende bei meinem “DTM-Einsatz” als ARD-Co-Kommentator im italienischen Mugello mehr als genug. Schon für die Teammitglieder und Zuschauer war die Hitze heftig, den Fahrern hat sie erst recht alles abverlangt. 70 Grad und mehr im Rennauto, da geht was – ich kenne es noch zur Genüge aus meiner aktiven Zeit, vor allem von den berüchtigten Hitzeschlachten auf dem Norisring!
Ob die Hitze eine der Ursachen war für zahlreiche Überraschungen des DTM-Wochendes, wie die Mercedes-Überlegenheit im Rennen nach einer ebenso klaren Audi-Dominanz im Qualifying, wer weiß?
Dass es beim Level 3 von OPC Race Camp in der nächsten Woche auf dem Nürburgring ähnliche Überraschungen gibt – möglicherweise mit bösem Erwachen für den einen oder anderen Kandidaten – ich hoffe nicht! Beide Prüfungsteile zur nationalen Rennfahrer-A-Lizenz, der theoretische am ersten und der praktische am zweiten Tag – sollten mit gleichem Ernst und gleicher Konzentration angegangen werden. Den Rest entscheiden Talent, Tagesform – und, wie in vielen Dingen des Lebens, das Glück.
Das wünsche ich jedem der zwanzig Teilnehmer von ganzem Herzen. Jeder von ihnen hat es verdient, jeder hat schon jetzt außergewöhnliche Qualitäten gezeigt. Deswegen: Hängt Euch rein – aber vergesst dabei bitte nicht, locker zu bleiben und Spaß zu haben.
Wir – das ganze Team – freuen uns auf Euch.
Die Top 20 stehen fest – Vorbericht zu Stufe drei von OPC Race Camp
Hallo Ihr Lieben, sorry, dass ich mich erst so spät wieder melde – aber die liebe Arbeit hält einen manchmal vom Tagebuchschreiben ab.
Doch sicher habt Ihr es auch ohne mich schon bemerkt: Die zwanzig Kandidaten für Stufe drei unseres Castings stehen seit Anfang der Woche fest. Wir haben Tage über der Auswertung zugebracht und uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, glaubt mir das. Danach habe ich alle hundert Teilnehmer von Stufe zwei angerufen und mit ihnen das Ergebnis persönlich besprochen.
Es gab einige, die über ihr Weiterkommen ehrlich überrascht waren und natürlich auch einige Enttäuschte, die sich sicher in der nächsten Runde gewähnt hatten. Ich habe versucht, auch ihnen klarzumachen: Es ist nicht immer das herausragende Einzelergebnis, das unter dem Strich zählt, sondern ein homogenes Gesamtbild. Motorsport ist nun einmal ein Mannschaftssport, da gibt es sehr viele Rädchen, die ineinandergreifen müssen. Neben Schnellsein sind noch andere Qualitäten gefragt, zum Beispiel Teamkompetenz, das Verhalten in der Gruppe, die Kommunikations- und Lernfähigkeit.
Jetzt sind wir alle gespannt, wie es mit den besten Zwanzig weitergeht (dass keine Dame mehr dabei ist, bedauern wir übrigens sehr!). In der dritten Castingstufe am 24. und 25. Juli auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings geht es nicht nur darum, auf der Rennstrecke Leistung zu bringen, sondern auch einen theoretischen Teil mit Regelkunde und schriftlicher Prüfung zu absolvieren, denn das Ziel der Veranstaltung ist der Erwerb der nationalen Rennfahrer-A-Lizenz. Wer die Prüfung besteht, wird auch in Stufe vier im August wieder antreten. Erst danach wird zum letzten Mal „gecastet“ um die besten Acht und damit die Mannschaft für die Race Camp-Rennteams zu bestimmen.
Bis dahin werde ich versuchen, mich so oft wie möglich zu melden und Euch auf dem Laufenden zu halten. Also – schaut wieder mal herein!
