OPC Race Camp Level 2: Fotos vom 19.06.2007

Mittwoch, 20. Juni 2007 um 14:36 Uhr » add this page to Mister Wong
Geschrieben von Moritz Nolte

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5 Kommentare zu “OPC Race Camp Level 2: Fotos vom 19.06.2007”


  1. Christian E. schrieb am 20. Juni 2007 um 19:00

    Hallo die Runde!

    Leider weis ich nicht wie ich einen eigenen Bericht über den 19. einfügen kann, also leg ich es hier unter den, wie vom Tommy schon gewohnt, genialen Fotos dran:

    Bin heute Nacht um etwa 3Uhr wieder zu Hause angekommen. Der Tag am Nürburgring war ja ganz nett. Untertrieben gesagt Um genauer zu sein, es war der Hammer. Heiss von den Temperaturen, und noch heisser auf der Strecke! Kleiner “Reisebericht” meinerseits:

    Anreise am Montag um 18:00 in das schöne Hotel “Blaue Ecke”. Schönes Hotel, sehr Zentral gelegen am Marktplatz in Adenau. Wirklich sehr zu empfehlen. Um ca. 19:30 sind wir abgeholt worden zum gemeinsamen Abendessen in ländlicher Idylle. Nobelrestaurant, 4-Gänge Menü vom feinsten war angesagt. Eigentlich ja skandalös, uns künftige Rennfahrer am Abend vor der Ausscheidungsrunde derart vieles und gutes zu kredenzen *ggg* Wie sollen wir gemästeten dann noch eine halbwegs schnelle Runde hinlegen, wenn der Bauch sooooo rappelvoll ist
    Vor dem Essen begrüsste uns Manuel mit seinem Team aufs herzlichste und gab uns einen Vorgeschmack. Nicht auf das folgende Menü, sondern auf den kommenden Tag! Nach dem Gourmet-Abend waren noch viele Möglichkeiten für Small-Talk mit unseren Instruktoren. Sie versuchten zwar, und die coolness und Gelassenheit, die sie selber ausstrahlten mit Sätzen wie “Macht euch nicht verrückt, seid nicht nervös,usw..” zu nehmen aber es waren alle angespannt, wie der darauffolgende Tag ablaufen wird, und wie wir abschneiden werden.

    Dienstag 6:30: Tagwache!
    Mein Frühstück war relativ mager ausgefallen, was an meinen Gewohnheiten lag (Kaffe+Kippe) und nicht am reichhaltigem Buffet. Ich war eigentlich relativ relaxt und nachte mir komischerweise gar keinen Kopf über die folgenden 11 Stunden. Anderen gings da nicht so “gut”. Es wurde viel gelacht und geblödelt unter uns 34 Teilnehmern und so verging die Zeit schnell. Um 7:30 wurden wir wieder Abgeholt. Es geht also ab zum Fahrerlager des Nürburgrings!
    Dort angekommen lauerte schon die Presse auf uns. Ok, am vorabend war auch schon EIN Kamerateam vor Ort. Aber heute waren es gleich mehrere. Fotografen sowieso
    Einige gaben Interviews, ich fröhnte mich an einem Doppelten Espresso, den es an der Bar in der OPEL-Lounge gab. Der Espresso hatte mich dann auch wach bekommen. Erste Begrüssungen folgten, dann die Tagesplanung und Einteilung, wer, wann, was macht an dem Tag.

    Ich war am Vormittag mit dem Klaus und Felix beim Guidefahren dran. Linie und Bremspunkte “erfahren” auf der GP-Strecke, die jedoch mit der Contispange abgekürzt war. Der hintere Teil war für die andere Gruppe mit dem Rennfloh vorbehalten. Das Fahren auf der Strecke machte mit dem OPC-Astra ja richtig viel laune. Als wir alle Kurven durch hatten, und annähernd jede vom Klaus präzisestens erklärt bekommen hatten, steigerten wir das Tempo erheblich. Ausgedrehter 5ter Gang? 2x pro Runde. Ich selber versuchte, aufgrund der tollen Drehmomentpower aus dem Keller des 2.0l Turbos, bei der Anfahrt zur NGK-Schikane die sechste aus. Würde gehen, aber beim Schalten verlierst du doch mind. eine sek. Kraftschluss, somit hatte ich mich entschieden, in der 5ten zu bleiben, da der 6te nur etwa 2-3sek. vor dem abbremsen einzulegen wäre.

    Nach dem Guidefahren gings gleich rüber zum Renfloh, oder auch OPEL Corsa OPC Gruppe N genannt. Ich weis leider nicht mehr, wie der Streckenabschnitt nach der Contispange heisst, aber genau dort hatten wir die erste Performance abzuliefern. Hies wie in Dudenhofen schon: Eine Aufwärmrunde, 2 gezeitete, wobei die schnellere Runde am Ende zählt. Nur das es diesmal nicht mit demütlichen 100km/h Topspeed auf der Geraden voran ging, sondern wir mit furchteinflössenden 170 auf die 180Grad rechts zugeflogen kamst! Danach wieder ne Bergaufpassage mit nem linksknick wo man voll durch brettern konnte und ab durchs Ziel. Improvisierte Boxengassendurchfahrt mit 30-40km/h (KEIN TACHO an board!) und ab zur nächsten Wertungsrunde.

    Um 12:30 gabs Mittagessen. Die haben wirklich vor uns zu mästen!!!! Schon wieder so viel gutes essen. Vom Salat über diverse Hauptmahlzeiten und Nachspeisen war das Buffet wieder komplett! Und auf für mich, der sehr sehr heikel ist was essen betrifft, war wieder (zu viel) dabei

    Am Nachmittag war dann der Abschlusstest.
    Serien Astra OPC auf dem Kurs vom Vormittag. Nur diesmal waren keine Pylonen mehr, die einem Orientierungspunkte gaben wod er Bremspunkt in etwa ist, wo eingelenkt werden soll usw. Nix mehr da. Ausser alle Instruktoren verteilt auf der Strecke um ja keinen Zentimeter deiner Linie zu übersehen. Und die Jungs haben Augen, da wär selbst ein Adler Neidisch drum! Gestartet wurde mit 3 Autos im Abstand von etwa 30 sec. Reihenfolge war für uns interesannt. Der schnellste am Vormittag im Corsa, war als letztes dran. die schlechtesten gleich zu beginn. Ich bin am Corsa die 6.schnellste Zeit gefahren,bin also das erste Auto in der vorletzten Gruppe. Hieß: Lange warten, viele Interviews, aber auch viel spass mit den anderen Teilnehmern! Vom Witzeerzählen, Flaschendrehen in der Boxengasse und Fachsimpeln war alles geboten!

    Dann war ich an der Reihe! Nervosität stieg ein wenig Einführungsrunde. Es geht um nix. Reifen ja nicht belasten, sind ja “nur” Dunlop SP Sportmaxx und keine Slicks. Bremsen schonen. Auf gut Deutsch, Material schonen für meine 2 wichtigen Runden! Die Kurve zur Start/Ziel: Gleich mit ordentlich Speed nehmen um selbigen auf der Geraden mitzunehmen! Nach der langen geraden (etwa mit 200 kommt man da an) Bremspunkt etwa bei 115-120Meter. Als ich, noch immer Vollgas bei der 50M Tafal ankam dachte ich mir “Hm, da war doch was” *ggg* War unkonzentriert und bin total weg von auch nur irgendwas, was annähernd eine Rennlinie sein könnte!! Mist hab ich nurgedacht. Wertungsrunde 1 is schonmal total im Eimer, die Zeit hol ich nie mehr wieder auf. Ich bin nur froh, dass keine Kamera und Mikro im Auto war, meine Worte über mich selbst und meinen Bockmist, den ich da abgeschossen hab, hätte keine einzige TV Station je auf Sendung bringen können ohne nen dauerpiepton *lol*
    Ok, für genau diesen Fall hatte ich mir aber einen “Ausweichplan” zurechtgelegt: Die Wertungsrunde in eine 2te Einführungsrunde wandeln und wieder Materialschonen um in der 2ten Wertungsrunde, meiner letzten verbleibenden, alles auf eine Karte zu setzen! Der Plan ist mir aufgegangen, die Instruktoren haben meine 2te langsame Runde verstanden und mich in höchsten Tönen gelobt für diese #Zitat# Coolness unter diesem Druck und diesem Patzer ruhig zu bleiben und das Fahrzeug zu schonen/aufzuheben um alles auf eine Karte zu setzen. Die 2te Runde war mit ner 1:56er Zeit unter den Topzeiten. Alles richtig gemscht #Zitat Ende#

    Alles in allem war es ein wahnsinnig lehrreicher Tag für mich, er zeigte mir eine grosse schwäche auf (Konzentrationstief) das ich ab sofort wegtrainieren werde mit vielen 1-2h Turns auf der Kartbahn um, sollte ich eine Runde weiter sein (erfahren ALLE erst demnächst!) auch dieses Manko nicht so schnell wiederzufinden.

    Freue mich besonders für die Claudia, die eine irre Leistungs-Steigerung hatte an dem Tag und die ich persönlich ziemlich sicher in der nächsten Runde sehe, sowie auch meinen Landsleuten, den Österreichern, die wieder allesamt in Hochform waren und die Top-Zeiten in den heissen Asphalt an der Nürburg gebrannt haben……………………..

    Liebe Grüsse

    Christian
    #154

  2. Moritz Nolte schrieb am 20. Juni 2007 um 19:25

    Hey Christian,

    klasse-Beitrag!
    Ich werde versuchen, ihn morgen als eigenen Artikel online zu stellen!

    Grüße!
    Moritz

  3. berndmader schrieb am 21. Juni 2007 um 11:06

    Hey Christian,

    absolut geiler Beitrag. Was hast du denn für ein persönliches Gefühl?

    Interessant wären auch eure Gedanken, vor und nach dem Tag “X”.

    Ich drücke dir die Daumen.

    Gruß Bernd

  4. steff schrieb am 22. Juni 2007 um 10:22

    Hallo an alle interessierten Mitleser und Mitkandidaten.

    Als einer der noch verbliebenen 100 kann ich Euch gerne meine Gefühle vor und nach dem Tag des Level 2 schildern.

    Am Wochenende des 2h-h Rennens, zu dem wir von Opel-OPC eingeladen waren (herzlichen Dank nochmals für das tolle Erlebnis) stieg bei mir der Adrenalinspiegel automatisch nochmal um ein Vielfaches. Dort wurde mir persönlich nochmal so richtig bewusst, wie nahe ich doch tatsächlich dran bin, meinen Lebenstraum zu verwirklichen. Ganz im Gegenteil zu Dudenhofen spürte ich im Laufe der Woche vor Level 2, wie eine, für mich sehr ungewohnte, Nervosität in mir aufstieg. Es mag vielleicht auch am gesteigerten Interesse im Freundes- und Bekanntenkreis gelegen haben, welches sich in den vergangenen Wochen aufgebaut hat. Der Tag rückte näher und am Montag Vormittag war es dann soweit – Abfahrt in Richtung Nürburg (hier möchte ich die Gelegenheit nutzen meinem “Motorsportverrückten” Chef zu danken, der mich für alle Veranstaltungen des Race-Camp ausnahmslos freigestellt hat – “so eine Gelegenheit darf man nicht versäumen”). Während der Fahrt ging mir so dies- und das durch den Kopf. Am meisten machte sich aber die Vorfreude breit. Ich überlegte mir, wie sich die Kandidaten wohl fühlen, die im Moment auf der Strecke um das Weiterkommen kämpfen… ich sollte es wenige Stunden später erfahren.

    In Adenau angekommen traf ich im Hotel auf meine Mitstreiter des nächsten Tages und ich freute mich, doch das ein- oder andere bekannte Gesicht zu sehen. Schnell kam ich auch mit den anderen Kandidaten ins Gespräch und merkte, dass nicht nur bei mir offensichtlich die Nervosität höher war als in Level 1. Fragen über Fragen, was wohl auf uns zukommt – Laptops mit Spielen die den Streckenverlauf der GP-Strecke enthalten und und und… ihr seht, wir waren alle völlig entspannt ;). Da kam das Essen zu dem wir eingeladen wurden doch gerade recht. In gemütlicher Atmosphäre wurden wir durch Manuel, Sascha, Klaus, Felix, Herrn Theis und dem ganzen Team begrüsst. In den Tischgesprächen und auch im Einzelgespräch versuchten die Instruktoren uns die Anspannung zu nehmen… allerdings bei mir mit eher mäßigem Erfolg.

    Früh ging es dann zurück ins Hotel, ich wollte ja schließlich ausgeschlafen und fit am kommenden Tag ins Auto steigen – Pustekuchen – schlafen ?! Wie funktioniert das nochmal ? Der Zeiger umrundete das Ziffernblatt, die Augen waren schwer, der Körper müde… aber der Kopf war hellwach ! – schliesslich geht es um Deinen Traum (dachte ich die ganze Zeit). Um 6 Uhr klingelte dann der Wecker ohne Gnade. Aus dem Bett, unter die Dusche, auschecken und ab zum Frühstück, o.k. Frühstück ist übertrieben. Ein Glas O-Saft, eine Tasse Kaffee und ein Hörnchen mussten reichen.

    Jetzt ging es von Adenau nach Nürburg an den Ring. Dort angekommen verschwommen die Gefühle . Zwischen Freude und “Angst” war fast alles dabei. Ich dachte bei mir, “wenn Du erst im Auto sitzt, ist alles vorbei”, denn so ist es eigentlich schon immer gewesen. Das Steuer in der Hand nimmt mir normaler Weise jegliche Nervosität – allerdings nicht heute, wie ich wenig später feststellen musste. Den Verlauf des Tages habt Ihr ja bereits in dem tollen Bericht von Christian lesen können. Hier ist nur noch zum Thema Gefühle zu sagen, dass diese bei mir ständig verrückt gespielt haben. Während des Guided Trainings war ich total entspannt, hatte einen riesen Spass und die Brems- und Einlenkpunkte passten. Aber dann, ich kannte bisher keine “Prüfungsangst”, kamen die entscheidenden Runden auf dem Corsa und später auf dem Astra. Ich machte für mich einen großen Fehler…ich nahm mir einen Tipp zu herzen, den ich vorher nicht testen konnte und schwupps – wo war gleich nochmal der Bremspunkt nach der Zielgerade? – Wie auch immer, die 2. Runde lief dann besser aber für mich auch bei Weitem nicht zufriedenstellend. Aus dem Auto raus war ich dann eigentlich völlig am Boden und wäre am liebsten in mein Auto umgestiegen und ab nach Hause. Die Mischung aus Ärger über mich selbst und Angst, dass es nun vorbei ist hat mich gaaaaanz nach unten gezogen. Diverse Runden über das Fahrerlager- Infield haben dann die Ruhe einigermaßen wieder zurück gebracht.

    Nachdem alle Kandidaten Ihre Zeitrunden am Ende des Tages absolviert hatten begann die lange Zeit des Wartens und jetzt verstehe ich Eines. Sieht man bei den ganzen Casting-Shows im Fernsehen doch, wie die Kandidaten Hand- in Hand zusammen stehen und denkt sich evtl. mann, ihr seid doch Konkurrenten – ich hatte das Gefühl, auch wir haben während der Wartezeit- und schon während der ganzen Tage ein solches Zusammengehörigkeits-Gefühl entwickelt. Der Spaß, den wir beim Warten auf die “Entscheidung” hatten, war unbeschreiblich und ich vergaß tatsächlich für ein paar Minuten, dass ich eigentlich eher traurig und wütend über die von mir erbrachte Leistung war (wusste ich doch genau, dass es bei Weitem nich DAS war, was ich kann).

    Nach der Verabschiedung dann ab ins Auto und auf die Bahn. Da klingeln schon die Ersten an…”na, wie wars”. Meine Kommentare vielen doch sehr spartanisch aus. Auch jetzt, Tage nach Level 2 verarbeite ich noch die Eindrücke und die Zeit des Wartens ist Nerven-zermürbend. Ich tausche mich via E-Mail mit Kandidatinnen und Kandidaten über das Erlebte aus und durchforste das Internet nach Berichten. “Die Hoffnung stirbt zuletzt” ist das Sprichwort, das wohl am Besten zu meinem derzeitigen Gemütszustand passt.

    In diesem Sinne möchte ich mich nochmals bei allen Kandidatinnen- und Kanditaten für die tollen Tage bedanken. Leute, Ihr wart echt spitze. Hat mich gefreut einige tolle Menschen kennen zu lernen. Natürlich möchte ich mich auch bei OPEL bedanken für die tolle Idee und die reibungslose Orga eines solchen Events. Wie sagte Sascha so treffend. “Egal wie das für Euch ausgeht, den Spass und das Gelernte nimmt Euch keiner mehr” (sinngemäß wiedergegeben). Und damit hat er völlig Recht !

    Nun muss ich allerdings auch wieder ins Alltagsleben zurück und etwas arbeiten…vielleicht hilft es ja, die Gedanken an das Race-Camp für ein paar Stunden zu verdrängen.

    Ich hoffe ich treffe viele der Kandidatinnen- und Kandidaten sowie des OPEL- und DrivingPerfomance Teams bald wieder und konnte allen, die leider nicht dabei sein durften einen kleinen Einblick in meine Gefühlswelt geben.

    so long

    Euer Stefan (#406)

  5. berndmader schrieb am 22. Juni 2007 um 15:40

    Hallo Stefan,

    super dein Bericht. Ich hoffe da kommen noch einige mehr dazu. Gibt es eigentlich auch Frauen, die was zu berichten haben?

    Auch wenn ich “draußen” bin, interessiert es mich doch wahnsinnig und ich weis, wir sehen uns nächstes Jahr am Ring. ;o) Egal, wo ihr seit, ich stehe am Zaun.

    Gruß und Daumen gedrückt Bernd #065



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